15. November 2017

Rezension Infographics Group - Sprache in Bildern

"Sprache in Bildern" aus dem Dudenverlag prĂ€sentiert laut Cover Zahlen, Fakten & Kurioses aus der Welt der Wörter. FĂŒr jemanden wie mich, der sich sehr viel mit unserer Sprache beschĂ€ftigt, war dieses BĂŒchlein daher sofort etwas, worauf ich neugierig wurde.

Klappentext:


Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmĂ€ĂŸig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am hĂ€ufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres ĂŒber unsere Gesellschaft?

Überraschende, lustige und skurrile Fakten ĂŒber die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken ĂŒbersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache - das geht!

Meine Meinung:


Der Klappentext verspricht bei diesem Buch "Sprache ohne Sprache". Gut, das stimmt natĂŒrlich nicht ganz, aber die Infografiken helfen natĂŒrlich dabei, die Inhalte möglichst einfach und gut verstĂ€ndlich zu prĂ€sentieren. Es gibt dabei zu fĂŒnf verschiedenen Themenbereichen Bilder und Texte, die meistens ĂŒber eine Doppelseite gestaltet sind:
  1. Buchstaben
  2. Wörter
  3. Namen
  4. Die deutsche Sprache
  5. Sprachen der Welt
Den Anfang macht die Information, woher sich ĂŒberhaupt das Wort "Buchstabe" ableitet. Die Buche und der Buchstabe haben doch mehr gemeinsam, als es den Anschein hat. Danach geht es bereits los: Der Leser darf herausfinden, welche die hĂ€ufigsten Buchstaben im Deutschen, Französischen, Englischen, Spanischen und Italienischen sind. Welcher der hĂ€ufigste ist, ist keine große Überraschung, aber es gibt durchaus Unterschiede!

Und so geht es Themenbereich fĂŒr Themenbereich weiter. Die Gestaltung lĂ€sst selbstverstĂ€ndlich zu, dass man nach Lust und Laune hin und her blĂ€ttern kann, zwischen den einzelnen Themen springen kann. Nebenher lernt man ganz einfach, was Anagramme, Pangramme, Homonyme, Homografe, Palindrome oder Eponyme sind.

Wer schon immer wissen wollte, woher die meisten Fremdwörter in unser Sprache kommen, wird ebenso eine Antwort erhalten wie derjenige, der den Unterschied zwischen Anglizismen und Scheinanglizismen kennenlernen wollte. Gespickt mit einfach verstĂ€ndlichen Beispielen fĂ€llt es nicht schwer, auf Forschungsreise durch die Eigenheiten von Sprache zu gehen. Wer an so etwas Spaß hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Einen kleinen Wermutstropfen sehe ich persönlich nur bei der Gestaltung der Infografiken. Einige sind meiner Meinung nach nicht so intuitiv gestaltet, dass man ohne ErklĂ€rung versteht, welche Information weitergegeben wird. Trotzdem wird man nicht im Regen stehengelassen, Farben und Icons werden ausnahmslos am unteren Rand der Grafiken erlĂ€utert. 

Übrigens: Wenn ich eine Lieblingsgrafik aus den 50 StĂŒck herauspicken sollte, ist es wohl die letzte: "Ich liebe dich" auf EuropĂ€isch! Im Ungarischen ist das nĂ€mlich nur ein Wort, daher werde wohl sogar ich mir das merken können :).

Mein Fazit:


"Sprache in Bildern" ist ein kleines, aber feines Buch fĂŒr alle, die Spaß daran haben, sich mit Sprache zu beschĂ€ftigen. Perfekt geeignet als kleine Aufmerksamkeit oder als Weihnachtsgeschenk!

  • ★★★★
  • Gebunden
  • 112 Seiten
  • Duden
  • 978-3411748877

3 Kommentare

  1. Liebe Ascari,

    als ich deine E-Mailbenachrichtigung bekam, hat mich der Titel schon sehr neugierig gemacht. Jetzt bin ich da und denke ein interessanten Titel ;-). Vielen Dank fĂŒr die Rezi, denn das BĂŒchlein ist wirklich eine tolle Geschenkidee.

    Liebe GrĂŒĂŸe

    Anja

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    1. Keine Ursache, hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, sie zu schreiben! Dachte mir, ich kann ja auch mal aus der Reihe tanzen und mal was anderes vorstellen als das, was man sonst so bei mir findet :).

      Liebe GrĂŒĂŸe
      Ascari

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