Rezension Infographics Group - Sprache in Bildern

"Sprache in Bildern" aus dem Dudenverlag präsentiert laut Cover Zahlen, Fakten & Kurioses aus der Welt der Wörter. Für jemanden wie mich, der sich sehr viel mit unserer Sprache beschäftigt, war dieses Büchlein daher sofort etwas, worauf ich neugierig wurde.

Klappentext:


Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?

Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache - das geht!

Meine Meinung:


Der Klappentext verspricht bei diesem Buch "Sprache ohne Sprache". Gut, das stimmt natürlich nicht ganz, aber die Infografiken helfen natürlich dabei, die Inhalte möglichst einfach und gut verständlich zu präsentieren. Es gibt dabei zu fünf verschiedenen Themenbereichen Bilder und Texte, die meistens über eine Doppelseite gestaltet sind:
  1. Buchstaben
  2. Wörter
  3. Namen
  4. Die deutsche Sprache
  5. Sprachen der Welt
Den Anfang macht die Information, woher sich überhaupt das Wort "Buchstabe" ableitet. Die Buche und der Buchstabe haben doch mehr gemeinsam, als es den Anschein hat. Danach geht es bereits los: Der Leser darf herausfinden, welche die häufigsten Buchstaben im Deutschen, Französischen, Englischen, Spanischen und Italienischen sind. Welcher der häufigste ist, ist keine große Überraschung, aber es gibt durchaus Unterschiede!

Und so geht es Themenbereich für Themenbereich weiter. Die Gestaltung lässt selbstverständlich zu, dass man nach Lust und Laune hin und her blättern kann, zwischen den einzelnen Themen springen kann. Nebenher lernt man ganz einfach, was Anagramme, Pangramme, Homonyme, Homografe, Palindrome oder Eponyme sind.

Wer schon immer wissen wollte, woher die meisten Fremdwörter in unser Sprache kommen, wird ebenso eine Antwort erhalten wie derjenige, der den Unterschied zwischen Anglizismen und Scheinanglizismen kennenlernen wollte. Gespickt mit einfach verständlichen Beispielen fällt es nicht schwer, auf Forschungsreise durch die Eigenheiten von Sprache zu gehen. Wer an so etwas Spaß hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Einen kleinen Wermutstropfen sehe ich persönlich nur bei der Gestaltung der Infografiken. Einige sind meiner Meinung nach nicht so intuitiv gestaltet, dass man ohne Erklärung versteht, welche Information weitergegeben wird. Trotzdem wird man nicht im Regen stehengelassen, Farben und Icons werden ausnahmslos am unteren Rand der Grafiken erläutert. 

Übrigens: Wenn ich eine Lieblingsgrafik aus den 50 Stück herauspicken sollte, ist es wohl die letzte: "Ich liebe dich" auf Europäisch! Im Ungarischen ist das nämlich nur ein Wort, daher werde wohl sogar ich mir das merken können :).

Mein Fazit:


"Sprache in Bildern" ist ein kleines, aber feines Buch für alle, die Spaß daran haben, sich mit Sprache zu beschäftigen. Perfekt geeignet als kleine Aufmerksamkeit oder als Weihnachtsgeschenk!

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