Blogparade: Meine #Geheimtipps

Bei Aleshanee läuft noch bis 30. Juni eine Blogparade zum Thema "buchige Geheimtipps". Gemeint sind damit Bücher, die abseits vom Mainstream liegen, die nicht gehypt oder groß beworben wurden - und die damit eher wenig bekannt sind.


Ich muss gestehen, dass ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Bücher wirklich Geheimtipps sind, die ich jetzt vorstellen werde. Auf jeden Fall habe ich sie allerdings noch eher selten auf Buchblogs gesehen, daher ist die Chance auf einen Geheimtipp zumindest ein bisschen gegeben :).



Autor: Kevin Brooks
Titel: iBoy

Klappentext:
Was tust du, wenn du alle Macht der Welt hast? Wenn du alles weißt und alles kannst? Versuchst du, die Welt vor dem Bösen zu bewahren? Oder willst du einfach nur die retten, die du liebst?

Eben war Tom noch ein ganz normaler Junge. Jetzt ist er iBoy – ein Superheld, allwissend und unbesiegbar. Ein iPhone hat seinen Schädel zertrümmert und ist mit seinem Gehirn eine Verbindung eingegangen, die es Tom erlaubt, jede Sekunde online zu sein und sich in alle Datenbanken der Welt zu hacken. Mit seiner iHaut als Schutzpanzer und den Elektroschocks, die er austeilt, ist er den Typen gewachsen, die sein Viertel terrorisieren und Lucy überfallen haben, in die er verliebt ist.


Für Tom zählt nur eins: Er will den Überfall auf Lucy rächen und sie beschützen – mit allen Mitteln. Aber sein Rachefeldzug bringt Lucy in tödliche Gefahr. Um sie zu retten, braucht es mehr als seine iBoy-Kräfte ...

Mittlerweile habe ich dieses Buch schon mehrmals hier auf dem Blog präsentiert, aber ich werde nicht müde, es zu erwähnen :). Es ist jetzt schon ein bisschen älter, hat es aber schon zu einer sechsten Auflage gebracht. Das Cover hat nun einem grünen Schriftzug statt eines blauen, habe ich gesehen.

Für mich ist es auf jeden Fall eines der wenigen Jugendbücher, das ich tatsächlich mehr als einmal gelesen habe (einmal auf Englisch und einmal auf Deutsch). Dem Autor gelingt es in meinen Augen ganz ausgezeichnet, Technik, SciFi (Superhelden!) und Sozialkritik zu vermischen, ein paar Mal erinnerte mich Tom auch an Spiderman, den Jungen, der durch den Spinnenbiss eher zufällig zum Helden wird ...



Autor: Oliver Henkel
Titel: Kaisertag

Klappentext:
Es ist das Jahr 1988. In Deutschland herrscht Kaiser Wilhelm V., die Soldaten tragen Pickelhauben, wer es sich leisten kann, reist mit dem Zeppelin in die Kolonien, während es für alle übrigen die Platzkonzerte der Militärkapellen gibt. Das ist die Welt des Hamburger Privatdetektivs Friedrich Prieß. Als ihm Franziska Diebnitz einen Auftrag anbietet, zögert er zunächst. Alles deutet darauf hin, daß ihr Mann sich das Leben genommen hat, aber sie ist davon überzeugt, daß er ermordet wurde. 


Prieß soll die Wahrheit herausfinden - doch Detektive meiden Leichen, besonders wenn der Verstorbene ein Offizier des allmächtigen Militärgeheimdienstes war. Schließlich überwindet Prieß seine Bedenken und fährt nach Lübeck, um Nachforschungen anzustellen. Gemeinsam mit seiner früheren Verlobten Alexandra Dühring, jetzt Polizeipräsidentin der Hansestadt, findet er heraus, daß Oberst Diebnitz tatsächlich Opfer eines Mordes wurde. Und diese Entdeckung bringt sie auf die Spur von etwas, wogegen sich ein Mord beinahe harmlos ausnimmt...

Oliver Henkel ist, denke ich, wirklich ein Geheimtipp. Der Autor schreibt sogenannte "Alternate History"-Romane, also Geschichten, die mit der Idee spielen, wie sich unsere Gegenwart entwickelt hätte, wenn in der Vergangenheit etwas anders passiert wäre. In "Kaisertag" geht es darum, was sein könnte, wenn 1914 der österreichische Thronfolger Franz-Ferdinand nicht ermordet worden wäre.

Da das Buch aus dem Jahr 2002 stammt, ist es als Print vergriffen, als E-Book kann man es aber noch erwerben.



Autor: Siegfried Langer
Titel: Alles bleibt anders

Klappentext:
Schlimm genug für Frank Miller, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Doch nicht nur das – er wurde offiziell für tot erklärt! Als ihn nicht einmal seine Verlobte Claire wiedererkennt, verwandelt sich sein rätselhaftes Schicksal endgültig in eine Tragödie.

Es ist das Jahr 2008 und Franks langsam zurückkehrende Erinnerungen konfrontieren ihn mit einer unglaublichen Realität: mit einem Dritten Reich, das das Jahr 1945 überlebt hat, mit einer NSDAP, die mächtiger und grausamer ist als jemals zuvor. Über ganz Europa weht die Flagge mit dem Hakenkreuz.

Franks Suche nach seiner Identität führt ihn in die deutsche Hauptstadt Germania, erbaut nach den tollkühnen Entwürfen Hitlers und Speers. Dort erfährt er, dass er kämpfen muss – um sein Leben, um seine Liebe zu Claire und um das Schicksal vieler anderer.

Siegfried Langer ist Krimi- und Thriller-Fans sicherlich kein Unbekannter. Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass er auch Bücher im Phantastik-Bereich geschrieben hat. "Alles bleibt anders" wurde mir seinerzeit wegen Oliver Henkel bei Amazon empfohlen - und bis heute habe ich es nicht bereut, dieses Buch bestellt zu haben.



Autor: Glenn Kleier
Titel: Der letzte Tag

Klappentext:
In der israelischen Wüste wird ein geheimes Forschungslabor zerstört. Den rauchenden Überresten entsteigt eine junge Frau, die sich als Tochter Gottes zu erkennen gibt. Religiöse Hysterie und blanke Furcht breiten sich aus. Wird Jesa die Menschheit retten - oder ist sie die Vorbotin des Jüngsten Gerichts?

Das Erscheinungsdatum von "Der letzte Tag" liegt mittlerweile auch schon einige Jahre zurück, das Buch ist dem Thema nach ein typischer Milleniumsroman. Trotzdem war ich überglücklich, als ich es auf einem Flohmarkt wiederentdeckte, da ich das Thema mehr oder weniger zeitlos finde (zumindest solange die katholische Kirche an ihren Dogmen weiterhin so hartnäckig festhält).

Kleier spielt meiner Meinung nach sehr gekonnt mit der Idee, was sein könnte, wenn Jesus heute wieder auf unserem Planeten existieren würde (und noch dazu in Form einer Frau!). Wie die Menschheit mit ihr umgeht, ist aber alles andere als positiv. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass da einiges vorkam, wo ich mir dachte, ja, genau so würde es ablaufen ...



Autor: Thomas Finn
Titel: Der Funke des Chronos

Klappentext:
Den Zeitreisenden Tobias verschlägt es aus dem 21. Jahrhundert ins Jahr 1842. Im alten Hamburg kommt er einer teuflischen Verschwörung auf die Spur. Ein unheimlicher Serienkiller schleicht durch die dunklen Gassen der Hafenstadt. 

Freimaurer, Alchimisten und Erfinder knüpfen ein bedrohliches Netz um den jungen Mann aus der Zukunft. Tobias’ Suche nach seiner verlorenen Zeitmaschine wird zu einer Achterbahnfahrt voll tödlicher Überraschungen – bis sich mit einem gewaltigen Feuer die Pforten der Hölle öffnen. Wird Tobias den Verlauf der Geschichte ändern können?

Dieses Buch habe ich eigentlich zuerst als Hörbuch gehört, war aber dann so begeistert, dass ich es mir noch einmal als Print-Ausgabe bestellt habe, um es ins Regal zu stellen :).

Das Buch ist ein Mix aus SF und Thriller: Wenn man sich für das Thema Zeitreisen und den Roman "Die Zeitmaschine" von H.G. Wells begeistern kann, kann ich dieses Buch nur empfehlen! Und bereits nach den ersten zwanzig, dreißig Seiten zieht der Autor das Tempo ganz schön an, dass man fast nicht anders kann, als Tobias auf der Jagd nach dem Serienkiller zu begleiten ...