19. Juli 2017

Rezension Jürgen Albers - Crossroads

"Crossroads" ist das Debüt von Jürgen Albers, der bereits als Jugendlicher seine Liebe zu den britischen Inseln entdeckte. Das Buch erschien zwar bereits vor einiger Zeit, jetzt hat es der Autor allerdings einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, an der ich als Beta-Leserin teilhaben durfte.

Zum Inhalt:


Chief Inspector Norcott lässt sich von London auf die Kanalinseln versetzen. Die Zeiten könnten allerdings auch hier unruhiger nicht sein: Im Sommer 1940 steht die Besetzung der Inseln durch die Deutschen kurz bevor, viele Einwohner verlassen die Inseln.

Da wird eine Frau tot aufgefunden und ein Spur deutet darauf hin, dass ein britischer Soldat dafür verantwortlich ist. Wird Norcott es rechtzeitig schaffen, Antworten auf seine Fragen zu finden, ehe die Deutschen auf die Insel kommen?

Meine Meinung:


Schon auf den ersten Seiten wird klar, warum es mit diesem Roman nicht schwer fällt, in eine andere Zeit abzutauchen: Jürgen hat wirklich sehr, sehr toll recherchiert, was diese Zeit angeht. Viele Dinge kann man sich als moderner Mensch nicht mehr oder nur kaum vorstellen (vor allem nicht, wie einfach es war, die Kommunikation der Inseln zum Festland zu unterbinden) ...

Dem Leser bleibt allerdings nicht viel Zeit, sich mit Norcott an sein neues Leben auf den Inseln zu gewöhnen. Ein Mord ist aufzuklären und die unsichere politische Lage erschwert es dem Polizisten, zusammen mit seinen Kollegen die Ermittlungen aufzunehmen.

In einer Sache ist der Leser dem Team allerdings voraus: Er ahnt schon bald, dass hier auch andere, geheime Gruppierungen auf der Insel agieren. Ist einer der Spione für den Mord verantwortlich? Und worum geht es wirklich? Viele Fragen, die auf den insgesamt über 600 Seiten nach und nach beantwortet werden ...

Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis entfaltet sich die Geschichte eher langsam, nimmt erst nach dem ersten Drittel wirklich Fahrt auf, aber ich habe das als wohltuend empfunden, weil ich mir auch echte Ermittlungsarbeit so vorstelle. Man begleitet Norcott bei den Ermittlungen, lernt so nach und nach das persönliche Umfeld der Toten kennen.

Die einzelnen Figuren erhalten auf diese Weise immer mehr Tiefe: Besonders einige der Nebenfiguren habe ich beim Lesen sehr liebgewonnen, denen Norcott bei seinen Ermittlungen begegnet. Ich hoffe deswegen sehr, dass diese auch in zukünftigen Büchern wieder einen Auftritt haben dürfen.

Der Protagonist Charles Norcott ist mir dabei ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar hat er privat an einigen Dinge zu knabbern, trotzdem wird er als Mann vorgestellt, der fest auf zwei Beinen stehend durchs Leben geht und auch in Extremsituationen durchaus die Nerven behält. Seine menschliche Seite darf er in der Beziehung zu Vicky zeigen, die er während der Ermittlungen kennenlernt.

Ganz am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Glossar, dass die im Roman vorkommenden historischen Personen und Gegenstände kurz vorstellt. Und ein kleines Extra gibt es ebenfalls. Was das ist, verrate ich jetzt allerdings nicht, um niemandem die Überraschung zu verderben.

Als Beta-Leserin hat es mir ganz besonders viel Spaß bereitet, an der Entstehung bzw. Neuwerdung dieses Buchs mitzuwirken. Manche Dinge erschienen mir beim Lesen nicht rund, hier sorgte allerdings auch der Austausch mit dem Autor dafür, dass ich einige Details besser verstand. Ich kann mir nun tatsächlich etwas besser vorstellen, was es bedeutet, einen historischen Roman zu schreiben, denn es geht ja nicht nur um allgemeine historische Ereignisse, sondern auch um das Leben in der Zeit ganz allgemein.

Die ursprüngliche Fassung sah außerdem ein etwas anderes Ende vor, welches mir persönlich nicht so sehr zusagte. Da ich mit dieser Meinung allerdings nicht alleine dastand, änderte Jürgen das letzte Kapitel noch einmal. Ich finde diese Version nun deutlich stimmiger und ich bin nun sehr gespannt, wie sie bei den Lesern ankommen wird.

Mein Fazit:


Jürgen Albers hat mit diesem Roman einen historischen Krimi abgeliefert, der sowohl spannend als auch ausgezeichnet recherchiert ist. Wer also etwas über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs auf den Kanalinseln erfahren und sich gleichzeitig mit einer abwechslungsreichen Kriminalgeschichte unterhalten lassen möchte, kann mit gutem Gewissen zu diesem Buch greifen.

  • ★★★★
  • TB
  • 616 Seiten
  • CreateSpace Independent Publishing Platform
  • 978-1545357613

15. Juli 2017

SuBventur / 15.07.2017

Ein klein wenig fühle ich mich heute als Ausreißer, weil Janna und Kerstin mittlerweile beschlossen haben, die SuBventur auf KeJas-BlogBuch immer am Monatsende zu führen. Persönlich fühle ich mich aber mit dem Gedanken wohler, sie zur Monatsmitte zu machen. Einfach weil sie dann nicht so in Konflikt mit meiner anderen fix laufenden Aktion, den Tops & Flops, kommen ...


Wie sind die letzten vier Wochen gelaufen? Wenn ich so zurückblicke, gibt es die meisten Änderungen - und damit den meisten SuB-Abbau - tatsächlich bei den Hörbüchern zu verbuchen. Gelesen habe ich zwar schon auch, aber im Vergleich nicht so viel. Derzeit macht mir das Hören sogar fast mehr Spaß als das Lesen, kann man sich das vorstellen? Aber wie ich mich kenne, wird das andere Extrem irgendwann auch wieder auftauchen ...

Ein paar Neuzugänge habe ich auch wieder zu verbuchen. Ich habe zwar am 1. Juli mit der "SuB den Sommer" Challenge angefangen, muss aber bereits jetzt eingestehen, dass ich zumindest bei Aufgabe 15, dem Buchkaufverbot, gescheitert bin. Die Print-Neuzugänge stammen zwar aus den Bücherschränken, an denen ich in letzter Zeit vorbeigegangen bin, aber die E-Books waren Käufe (wobei ich nicht für jedes etwas bezahlt habe, Prime Day sei Dank). Die Romanhefte dagegen habe ich gestern noch geschenkt bekommen.

Mein zuletzt angestrebtes Zwischenziel - 35 Stück - habe ich aber trotzdem erreicht :). Und die bereits erwähnte Challenge wird mir trotzdem dabei helfen, noch ein paar Bücher mehr von meinem SuB zu befreien ...

SuBventur Stand 15.07.2017

Insgesamt: 35 (3 weniger seit dem Vormonat)



SuH / Stapel ungehörter Hörbücher

01. George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 19 (in der Audible Ausgabe)
02. George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 20 (in der Audible Ausgabe)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

03. Martina Richter - Mopsnacht
04. E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel
05. Nele Neuhaus - Im Wald
06. Mechtild Borrmann - Trümmerkind
07. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness (NEU)
08. Angie Thomas - The Hate U Give (NEU)
09. Marah Woolf - Götterfunke: Liebe mich nicht (NEU)
10. Karl Olsberg - Mirror Welt: Prequel (NEU)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

11. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
12. Sarah J. Maas - Empire of Storms
13. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
14. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
15. Sebastian Fitzek - Das Paket
16. Sebastian Fitzek - Passagier 23
17. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
18. Nicholas Meyer - Sherlock Holmes und das Phantom der Oper
19. Melanie Lahmer - Knochenfinder
20. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
21. Michelle Birkby - The House at Baker Street
22. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
23. Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht
24. Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt
25. Deborah Harkness - Das Buch der Nacht
26. Beate Maly - Tod am Semmering
27. Wulf Dorn - Trigger (NEU)
28. Gisa Pauly - Der Mann ist das Problem (NEU)
29. Jamie McGuire - Happenstance "Zartes Erwachen" (NEU)



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

30. bis 32. Perry Rhodan Miniserie Terminus 1 - 3
33. bis 35. Perry Rhodan Miniserie Terminus 4 - 6 (NEU)



Abgänge

Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 08 - 17

Vom SuB: Margaret Atwood - Der Report der Magd
Vom SuB: Edith Kneifl - Totentanz im Stephansdom
Vom SuB: Edith Kneifl - Die Tote von Schönbrunn



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes: The definitive Collection read by Stephen Fry
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 18

Vom SuB: Dan Wells - Tötet uns alle. Die komplette Partials Saga



Fazit / Erkenntnis

Ich hätte nie gedacht, dass mich das Hörbuchfieber so packen würde ... Aber Reinhard Kuhnert macht es einem leicht, in "Das Lied von Eis und Feuer" abzutauchen. Wenn nicht die eher befremdliche Namensaussprache wäre, wäre die Lesung wirklich sehr, sehr fein. Man könnte fast meinen, ich habe eine Art Flow erreicht, nach dem Motto: Abends nach der Hitze heimkommen, abkühlen und nebenher Hörbuch laufen lassen ...

Trotzdem werden die nächsten vier Wochen (wahrscheinlich) wieder mehr vom Abbau des Print-Stapels geprägt sein, dieser nimmt aktuell jetzt den größten Anteil der Bücher auf meinem SuB ein ... Aber da war ja noch so eine gewisse Challenge ;).

Wenn euch in diesem Zusammenhang übrigens meine Fortschritte zu "SuB den Sommer" interessieren: Ich aktualisiere hier meine zu den Aufgaben gelesenen Bücher! Und da die Challenge bis 20. August geht, könnt ihr auch nachträglich noch immer einsteigen, falls Ihr Lust habt.

11. Juli 2017

Rezension Lauren Oliver - Wenn du stirbst ...

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie - das ist der vollständige Titel dieses Buches und gleichzeitig der erste Satz :). Persönlich bin ich ja kein Fan dieser überlangen Titel, aber neugierig machte mich die Geschichte bereits zu dem Zeitpunkt, als der Film zu dem Buch ins Kino kam.

Als ich das Buch bei uns in der Bücherei entdeckte, wollte ich mir eigentlich die Print-Ausgabe ausleihen, aber das gebundene Buch war dummerweise in einem eher beklagenswerten Zustand ... Daher wurde es dann doch das (gekürzte) Hörbuch.

Zum Inhalt:


Samantha Kingston gehört zur angesagten Clique auf ihrer High School. Zusammen mit ihren Freundinnen fiebert sie dem ersten Mal mit ihrem Freund entgegen. Der 12. Februar fängt dabei an wie jeder andere Tag auch, sie geht zur Schule, fragt sich, wie viele Rosen sie wohl am (vorgezogenen) Valentinstag bekommen wird, geht am Abend auf eine Party von Kent, einem Schulfreund. Auf der Fahr nach Hause passiert es: Sie stirbt bei einem Autounfall - nur um am Morgen desselben Tages wieder aufzuwachen und denselben Tag noch einmal zu durchleben ... Hat sie eine zweite Chance bekommen, ihr Leben zu retten?

Meine Meinung:


Anfangs dachte ich bei diesem Buch ja an eine Wiederholung des Stoffes aus "Und täglich grüßt das Murmeltier". Die Idee, den Helden oder die Heldin einen Tag immer wieder durchleben zu lassen, wurde ja schon öfter aufgegriffen. Das Prinzip ist sich jedenfalls relativ ähnlich: Der Protagonist lernt immer mehr über sein Umfeld, lernt seine Mitmenschen näher kennen und verändert sich dadurch.

"Wenn du stirbst ..." bildet hier nicht unbedingt eine Ausnahme. Sam gehört zwar zur Clique der beliebten Mädels, kommt aber selbst alles andere als sympathisch rüber. Sie hält ihr gesamtes Umfeld eher auf Distanz (auch ihre Familie), ist streckenweise sehr unfreundlich zu ihren Mitmenschen und eine typische Mitläuferin, was die "Chefin" der Clique - Lindsay - betrifft. Da Sam die meiste Zeit mit ihren drei Freundinnen verbringt, konnte ich mich gerade am Anfang lange nicht entscheiden, wen ich schlimmer fand - Sam oder Lindsay.

Einen großen Raum nimmt in der Geschichte das Thema Mobbing ein. Juliet, eine Mitschülerin, wird von den vieren regelmäßig verhöhnt und beschimpft, niemand traut sich, etwas zu sagen. Bei Kents Party am Abend eskaliert die Angelegenheit, als Juliet auftaucht und jedem der Mädchen "Miststück" an den Kopf wirft ...

Im Verlauf der Geschichte versucht Sam, ihr Schicksal zu ändern und wird von Mal zu Mal verzweifelter, als sie feststellen muss, dass sie schon wieder am selben Tag aufwacht. Was tun? Mit diesem Hintergrund ist es bis zu einem gewissen Maß verständlich, dass sie eine Zeit lang eine "Mir ist alles egal"-Mentalität an den Tag legt, die sie einige befremdlichen Dinge tun lässt. Die Autorin lässt dabei allerdings nichts aus ... Dies war für mich ein Punkt, wo ich ernsthaft überlegt habe, abzubrechen, weil es schon ans Absurde grenzte, was Sam auf einmal alles tut.

Trotzdem (oder Gott sei Dank?) habe ich aber weitergehört - und stellte wider Erwarten fest, dass es besser wurde. Ich konnte zwar nicht unbedingt nachempfinden, warum Sam doch noch ihr Gewissen entdeckte. Ich ertappte mich aber auf einmal dabei, mit ihr mitzufühlen, mit ihr mitzufiebern, ob es ihr nun gelingen würde, ihren Tod abzuwenden oder nicht. Manche Stellen ließen meine Augen sogar ein bisschen feucht werden ...

Worauf es am Ende hinausläuft, ist bis zu einem gewissen Maß nicht gerade eine große Überraschung. Überrascht hat mich aber zumindest die Art und Weise, wie es geschieht. Ich verstehe durchaus, dass das Ende polarisiert, dass viele sich ein anderes Ende gewünscht haben. Aber ich fand es trotzdem zur Geschichte passend, auch wenn ich noch die eine oder andere Antwort auf einzelne Fragen gehabt hätte.

Das Hörbuch ist - wie bereits erwähnt - gekürzt, mir sind allerdings beim Hören keine wirklich gröberen Schnitzer aufgefallen, die immer wieder durch Kürzungen entstehen. Anna Thalbach kenne ich bereits seit der Zeit, wo sie mit ihrer Mutter Katharina "Die Nebel von Avalon" gelesen hat. Sie erzählt die Geschichte professionell (wenn auch ein Fehler bei der Aussprache eines Fremdworts drin war) und es machte Spaß, ihr zuzuhören.

Mein Fazit:


"Wenn du stirbst ..." hat mir beim Hören ein gewaltiges Gefühlskarussell beschert. Wäre ich meinem Instinkt gefolgt, hätte ich wahrscheinlich abgebrochen, so aber wurde ich aber doch noch mit einem Ende belohnt, dass die Geschichte für mich herausgerissen und zu etwas Besonderem gemacht hat. Einen zusätzlichen Stern gibt es für die gut gemachte Lesung der Sprecherin.

  • ★★★★
  • Hörbuch
  • 447 Minuten
  • Silberfisch
  • 978-3867420716

7. Juli 2017

Blogtour Bella Italia: Veit Heinichens Triest

Silvia und Astrid von leckerekekse.de sind mit uns Bloggern wieder auf Tour! Ging es 2016 gemeinsam nach New York, ist nun das schöne Italien dran. Da wir auch dieses Mal wieder aussuchen konnten, was wir zu dem Thema schreiben wollen, habe ich beschlossen, die Stadt Triest und in diesem Zusammenhang die Krimis von Veit Heinichen vorzustellen :).

Blogtour Bella Italia - Triest

Der Autor Veit Heinichen wohnt seit 1997 in Triest, seit 2001 erscheinen seine Romane um den sympathischen Commissario Proteo Laurenti in einem Intervall von ein bis zwei Jahren.

Die Faszination der Stadt lässt Heinichen offenbar nicht los, der gesellschaftliche und historische Schmelztiegel der Region ist daher nach wie vor Grundlage seiner Bücher. Triest ist meist der Ausgangspunkt der Geschichten, die Ermittlungsarbeit führt Laurenti aber regelmäßig ins Grenzgebiet der Oberen Adria: Italien, Österreich, Slowenien, Kroatien und Deutschland spielen regelmäßig eine Rolle.

Der Golf von Triest

Für Heinichen ist Triest eine Schnittstelle in Europa, wo verschiedene Kulturen und Gesellschaften aufeinandertreffen. Dies und seine Lage haben Triest daher immer wieder zum Spielball der Interessen gemacht, die Stadt hat im Lauf seiner langen Geschichte mehrmals die Zugehörigkeit zu einem Land gewechselt.

Dies spiegelt sich auch in den Gebäuden wider: Wer sich durch Triest bewegt, wird schnell bemerken, dass die Stadt einen ganz eigenen Charme versprüht. Die lange Zugehörigkeit zu Österreich hat der Stadt einige Bauten beschert, die man wohl eher in Wien als in Italien erwarten würde ...

2. Juli 2017

Tops & Flops / 06.2017

Der Juni ist wohl der erste Monat, der ein wenig untypisch gelaufen ist. Warum? Weil ich gewöhnlich doch mehr Prints und E-Books als Hörbücher verschlinge ...


Dieses Mal kann ich allerdings mit Fug und Recht behaupten, dass ich mehr Hörbücher auf dem Plan gehabt habe. Das hängt damit zusammen, dass ich angefangen habe, "Das Lied von Eis und Feuer" endlich fortzusetzen :).

Die Audible-Hörbücher sind ja noch einmal eine Aufgabe für sich, da jedes deutsche Taschenbuch noch einmal in zwei Hälften geteilt wurde. Es gibt daher mittlerweile 20 Teile (weil fünf englische Bücher). Ergo: Es ist ein Mega-Monster-Mammut-Hörprojekt, aber derzeit macht es mir (wieder!) Spaß, die Geschichte fortzusetzen.

Top des Monats: Gelesenes

Wie bereits erwähnt, sind die gedruckten Bücher im Juni definitiv zu kurz gekommen. Vielleicht hängt es aber auch mit der Hitze zusammen, dass es mir abends einfach mehr Spaß macht, mir vorlesen zu lassen als selbst zu lesen. Trotzdem habe ich eine Auswahl treffen können und mich schlussendlich für Margaret Atwood und "Der Report der Magd" entschieden.


Ich habe dieses Buch für eine Leserunde meines SF-Stammtischs gelesen, mir daher eine Ausgabe aus der Bücherei geholt. Wenn ihr euch wundert, warum das Buch so anders aussieht: Mittlerweile besitzt Piper die Rechte für Atwoods Romane und hat allen ihren Büchern neue Cover verpasst.

Dank der Hulu-Serie wurde ich auf das Buch aufmerksam und ich fand es trotz einiger Längen und (Ver)Wirrungen sehr, sehr spannend. Besonders das Setting beschreibt Atwood so beklemmend, dass mir fast flau im Magen beim Lesen wurde ...

Top des Monats: Gehörtes

Vielleicht erinnert ihr euch noch, aber mein Plan war ja ursprünglich, die Hörbücher bis zum Beginn der siebten Staffel durchzuhören. Das werde ich jetzt zwar bis Mitte Juli nicht (mehr) schaffen, aber egal. Der aktuelle Plan sieht vor, wenigstens bis zum Beginn des vierten (englischen) Buchs zu kommen, das bedeutet, den Teil 12 noch zu beenden.


Stellvertretend für die ganze Reihe zeige ich das Cover des ersten Hörbuchs, das wegen der Serie neu gestaltet wurde (was ich ehrlich gestanden recht öde finde, weil jetzt jede Menge unterschiedlicher Cover für die Hörbücher existieren).

Ein klein bisschen Kritik muss aber auch sein: Martin verliert sich für meinen Geschmack zwischendurch fast zu sehr in Details. Gerade was die Namen der Ritter und deren Stammbäume beispielsweise angeht. Das sind immer die Stellen, wo ich anfange, ein bisschen auf Durchzug zu schalten.

Trotzdem kann auch ich nicht anders, als ihm Tribut zu zollen! Es ist einfach unglaublich, was Martin hier auf die Beine gestellt hat. Mittlerweile finde ich die Bücher sogar noch besser als die TV-Serie (Dort fehlt zwangsläufig doch einiges).

Flop des Monats

Einen echten Flop gibt es in diesem Monat nicht, aber nach reiflicher Überlegung habe ich mich hier für "Ready Player One" von Ernest Cline entschieden. Die Geschichte hört sich echt toll an, das Setting sowieso, aber so richtig konnte mich das Buch nicht in seinen Bann ziehen.


Obwohl David Nathan auch hier wieder einen ausgezeichneten Job macht, konnte er nicht verhindern, dass ich mich irgendwann mehr und mehr langweilte. Die Charaktere blieben für meinen Geschmack viel zu eindimensional, als dass sie mir wirklich ans Herz gewachsen wären ... Der Einstieg in Form einer recht großen Rückblende (die fast ein Drittel des Buchs lang ist!) trug das Seine dazu bei, dass ich schon am Anfang erste Probleme bekam.

Mittlerweile habe ich erfahren, dass das Buch verfilmt werden soll, das könnte in meinen Augen sogar zu einer Verbesserung führen, da dann wahrscheinlich jede Menge Details und Beschreibungen einfach wegfallen werden, die meiner Meinung nach das Tempo dieser Geschichte nur unnötig ausbremsen. Daher bin ich auch durchaus bereit, dem Stoff noch einmal eine Chance zu geben, wenn der Film kommt.

29. Juni 2017

Gemütliches Lese-Miteinander / 29.06.2017

Und wieder gibt es ein gemütliches Lese-Miteinander bei Livia. Ich steige jetzt aber erst etwas später ein, angefangen hat das GLM eigentlich schon um 18:00 Uhr ...

Dieses Mal lautet das Thema "Das Auge liest mit, sommerliche Cover":

Ich habe zwar nicht unbedingt zu diesem Thema ein Buch, aber schauen wir mal, was der Abend bringt :).

Der Fahrplan sieht so aus:

18.00 Uhr: Start, Vorstellungsrunde
19.00 Uhr: 1. Update
20.00 Uhr: 2. Update
21.00 Uhr: 3. Update
22.00 Uhr: 4. Update
23.00 Uhr: letztes Update, Fazit

Wer mitmachen will, kann sich noch jederzeit bei Livia anmelden, der Link ist oberhalb beim Thema!

18:00 Uhr


1. Welches Buch liest du heute und auf welcher Seite startest du?

Ich werde heute mit dem zehnten Teil von "Das Lied von Eis und Feuer" weitermachen. Zehnter Teil? Allerdings, weil die Audible-Hörbücher noch einmal geteilt wurden ... Das bedeutet, das aus den insgesamt fünf Büchern 20 Hörbücher geworden sind (vorausgesetzt man hört digital). Ich starte in Kapitel 11 von 13 :).


Zu den Büchern muss ich wohl nicht extra was sagen, dank der "Game of Thrones" weiß wohl mittlerweile jeder, worum es in der Geschichte geht.

2. Wo liest du? Zeigst du uns vielleicht deinen Leseplatz?

Im Moment sitze ich gerade am Sofa, um diesen Beitrag zu tippen. Ich werde mich nachher mit dem Smartphone (Habe auf laut gestellt zum Hören) aber wahrscheinlich auf den Balkon verziehen ...

3. Was gönnst du dir heute zum Abendessen? Hast du dir zusätzlich noch einen speziellen Snack zubereitet?

Aktuell habe ich noch gar nichts gegessen, weil ich mit etwas Verspätung heimgekommen bin. Jetzt werde ich mal schauen, was der Kühlschrank hergibt, währen das Hörbuch läuft :).

19:00 Uhr


4. Hast du in letzter Zeit ein Buch mit einem tollen, sommerlichen Cover gelesen oder gibt es sonst ein Buch, dessen sommerliches Cover dir sehr gut gefällt/gefallen hat?

Nicht wirklich. Wie ich schon bei der Anmeldung geschrieben habe, diese lockerflockigen Romane lese ich nicht besonders gern, weil ich schon die Cover etwas süßlich und kitschig finde - sie sind nicht so wirklich mein Geschmack ...

EDIT: So, ich habe jetzt noch mal Goodreads durchforstet, wo ich verhältnismäßig diszipliniert meine gelesenen Bücher erfasse :). Aber gefunden habe ich trotzdem eher wenig. Die meisten Bücher, die zu dem Thema passen würden, stammen noch aus dem Jahr 2015 ... In letzter Zeit hab ich es anscheinend wirklich nicht so sehr mit solchen Büchern.

Ein klein bisschen zum Thema passt aber hoffentlich "George" von Alex Gino, glaube ich.

Klappentext:
Sei, wer du bist!

George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! 

Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.

20:00 Uhr


5. Gibt es ein Buch mit einem sommerlichen oder einfach sonst sehr bunten Cover, das dich enttäuscht hat?

Das ist die positive Nachricht, denn auch hier muss ich eine Weile zurückblättern, bis ich etwas finde, was hier passt :).

Nicht so wirklich gefallen hat mir folgendes Buch: "Prinzenroulette" von Verena Maria Mayr. Ich erinnere mich, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen habe, die Autorin sich aber wenig um uns Leser gekümmert hat ...

Klappentext:
Die Journalistin Minna Schönfeld steckt seit ihrem dreißigsten Geburtstag in einer handfesten Krise. Ihre Fernbeziehung mit dem Italiener Francesco verliert sich in Unverbindlichkeiten, die Affäre mit dem eigentlich viel zu jungen, wohlerzogenen Anwaltssohn Franz-Josef ist zwar ein Trost, aber alles verkompliziert sich zusätzlich, als sich auch noch ihr gutaussehender Redaktionskollege Felix für sie interessiert. Affärenmäßig geht es drunter und drüber und Minna fragt sich, wie viele Frösche sie denn noch küssen muss, um endlich auf den echten Prinzen zu treffen. Ein unterhaltsamer Frauenroman, der in Graz und vor der Kulisse der Südsteiermark - der Toscana Österreichs - von den Turbulenzen bei der Suche nach der wahren Liebe erzählt.

Das habe ich damals dazu geschrieben:

Der Roman hat eine nette Grundidee, aber die Umsetzung hapert leider. Viele Szenen wirken hölzern und wenig ausgearbeitet, die Protagonistin ist zwar in ihrem Liebeschaos unterhaltsam, aber auch bemerkenswert naiv ...

21:00 Uhr


6. Welches Buch mit einem sommerlichen Cover beinhaltete eine gar nicht sommerliche Geschichte? Oder gibt es ein Buch, dessen sommerliches Cover einfach gar nicht zum Inhalt gepasst hat?

Ich glaube, hier passt am besten das Cover von "Die Nachtigall" von Kristin Hannah :).

Klappentext:
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.

Das Cover vermittelt eigentlich eine freundliche Geschichte, aber das stimmt ganz und gar nicht. Ich erinnere mich, dass ich vor allem in der zweiten Hälfte immer wieder mal weinen musste ... Gleichzeitig fand ich das Buch einfach großartig, selten konnte mich ein Buch so sehr in eine andere Zeit ziehen wie dieses!

22:00 Uhr


7. Nun ist die Gelegenheit gekommen, einen Buchtipp zu platzieren. Ausserdem würde es mich total interessieren, welches der heute Abend vorgestellten Bücher du dir am liebsten sofort schnappen und in deinem Garten lesen möchtest :-)

Ich schätze, "Das Reich der sieben Höfe" von Sarah J. Maas, das ich bei Misty Moonrider entdeckt habe, wird auch bei mir irgendwann einziehen :). Aktuell gebe ich zwar den Throne of Glass-Büchern noch den Vorrang, aber da wartet nur noch Empire of Storms auf mich - danach muss auch ich mich mit dem Gedanken anfreunden, auf einen neuen Band zu warten. Was wäre dann besser, als mit dem Spin-off zu beginnen?

Und jetzt muss ich mal ein Stromkabel suchen, sonst schaltet sich mein Leppi gleich von selbst aus ...

23:00 Uhr


Letztes Update für heute! Und ich denke, ich kann ganz zufrieden mit mir sein. Musste zwar mehrmals das Hörbuch unterbrechen bzw. ein Stück zurückspringen, aber ich habe diesen Teil erfolgreich beendet :). Gleich mal Teil elf überspielen ... Ich glaube zwar nicht, dass ich es schaffe, bis Mitte Juli zum Beginn von Staffel sieben fertig zu werden, aber ich möchte wenigstens noch das dritte (englische) Buch beenden, ehe es im TV weitergeht.

Wie ist es euch heute mit euren Büchern gegangen?

28. Juni 2017

Blogparade: Meine #Geheimtipps

Bei Aleshanee läuft noch bis 30. Juni eine Blogparade zum Thema "buchige Geheimtipps". Gemeint sind damit Bücher, die abseits vom Mainstream liegen, die nicht gehypt oder groß beworben wurden - und die damit eher wenig bekannt sind.


Ich muss gestehen, dass ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Bücher wirklich Geheimtipps sind, die ich jetzt vorstellen werde. Auf jeden Fall habe ich sie allerdings noch eher selten auf Buchblogs gesehen, daher ist die Chance auf einen Geheimtipp zumindest ein bisschen gegeben :).



Autor: Kevin Brooks
Titel: iBoy

Klappentext:
Was tust du, wenn du alle Macht der Welt hast? Wenn du alles weißt und alles kannst? Versuchst du, die Welt vor dem Bösen zu bewahren? Oder willst du einfach nur die retten, die du liebst?

Eben war Tom noch ein ganz normaler Junge. Jetzt ist er iBoy – ein Superheld, allwissend und unbesiegbar. Ein iPhone hat seinen Schädel zertrümmert und ist mit seinem Gehirn eine Verbindung eingegangen, die es Tom erlaubt, jede Sekunde online zu sein und sich in alle Datenbanken der Welt zu hacken. Mit seiner iHaut als Schutzpanzer und den Elektroschocks, die er austeilt, ist er den Typen gewachsen, die sein Viertel terrorisieren und Lucy überfallen haben, in die er verliebt ist.


Für Tom zählt nur eins: Er will den Überfall auf Lucy rächen und sie beschützen – mit allen Mitteln. Aber sein Rachefeldzug bringt Lucy in tödliche Gefahr. Um sie zu retten, braucht es mehr als seine iBoy-Kräfte ...

Mittlerweile habe ich dieses Buch schon mehrmals hier auf dem Blog präsentiert, aber ich werde nicht müde, es zu erwähnen :). Es ist jetzt schon ein bisschen älter, hat es aber schon zu einer sechsten Auflage gebracht. Das Cover hat nun einem grünen Schriftzug statt eines blauen, habe ich gesehen.

Für mich ist es auf jeden Fall eines der wenigen Jugendbücher, das ich tatsächlich mehr als einmal gelesen habe (einmal auf Englisch und einmal auf Deutsch). Dem Autor gelingt es in meinen Augen ganz ausgezeichnet, Technik, SciFi (Superhelden!) und Sozialkritik zu vermischen, ein paar Mal erinnerte mich Tom auch an Spiderman, den Jungen, der durch den Spinnenbiss eher zufällig zum Helden wird ...



Autor: Oliver Henkel
Titel: Kaisertag

Klappentext:
Es ist das Jahr 1988. In Deutschland herrscht Kaiser Wilhelm V., die Soldaten tragen Pickelhauben, wer es sich leisten kann, reist mit dem Zeppelin in die Kolonien, während es für alle übrigen die Platzkonzerte der Militärkapellen gibt. Das ist die Welt des Hamburger Privatdetektivs Friedrich Prieß. Als ihm Franziska Diebnitz einen Auftrag anbietet, zögert er zunächst. Alles deutet darauf hin, daß ihr Mann sich das Leben genommen hat, aber sie ist davon überzeugt, daß er ermordet wurde. 


Prieß soll die Wahrheit herausfinden - doch Detektive meiden Leichen, besonders wenn der Verstorbene ein Offizier des allmächtigen Militärgeheimdienstes war. Schließlich überwindet Prieß seine Bedenken und fährt nach Lübeck, um Nachforschungen anzustellen. Gemeinsam mit seiner früheren Verlobten Alexandra Dühring, jetzt Polizeipräsidentin der Hansestadt, findet er heraus, daß Oberst Diebnitz tatsächlich Opfer eines Mordes wurde. Und diese Entdeckung bringt sie auf die Spur von etwas, wogegen sich ein Mord beinahe harmlos ausnimmt...

Oliver Henkel ist, denke ich, wirklich ein Geheimtipp. Der Autor schreibt sogenannte "Alternate History"-Romane, also Geschichten, die mit der Idee spielen, wie sich unsere Gegenwart entwickelt hätte, wenn in der Vergangenheit etwas anders passiert wäre. In "Kaisertag" geht es darum, was sein könnte, wenn 1914 der österreichische Thronfolger Franz-Ferdinand nicht ermordet worden wäre.

Da das Buch aus dem Jahr 2002 stammt, ist es als Print vergriffen, als E-Book kann man es aber noch erwerben.



Autor: Siegfried Langer
Titel: Alles bleibt anders

Klappentext:
Schlimm genug für Frank Miller, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Doch nicht nur das – er wurde offiziell für tot erklärt! Als ihn nicht einmal seine Verlobte Claire wiedererkennt, verwandelt sich sein rätselhaftes Schicksal endgültig in eine Tragödie.

Es ist das Jahr 2008 und Franks langsam zurückkehrende Erinnerungen konfrontieren ihn mit einer unglaublichen Realität: mit einem Dritten Reich, das das Jahr 1945 überlebt hat, mit einer NSDAP, die mächtiger und grausamer ist als jemals zuvor. Über ganz Europa weht die Flagge mit dem Hakenkreuz.

Franks Suche nach seiner Identität führt ihn in die deutsche Hauptstadt Germania, erbaut nach den tollkühnen Entwürfen Hitlers und Speers. Dort erfährt er, dass er kämpfen muss – um sein Leben, um seine Liebe zu Claire und um das Schicksal vieler anderer.

Siegfried Langer ist Krimi- und Thriller-Fans sicherlich kein Unbekannter. Was aber weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass er auch Bücher im Phantastik-Bereich geschrieben hat. "Alles bleibt anders" wurde mir seinerzeit wegen Oliver Henkel bei Amazon empfohlen - und bis heute habe ich es nicht bereut, dieses Buch bestellt zu haben.



Autor: Glenn Kleier
Titel: Der letzte Tag

Klappentext:
In der israelischen Wüste wird ein geheimes Forschungslabor zerstört. Den rauchenden Überresten entsteigt eine junge Frau, die sich als Tochter Gottes zu erkennen gibt. Religiöse Hysterie und blanke Furcht breiten sich aus. Wird Jesa die Menschheit retten - oder ist sie die Vorbotin des Jüngsten Gerichts?

Das Erscheinungsdatum von "Der letzte Tag" liegt mittlerweile auch schon einige Jahre zurück, das Buch ist dem Thema nach ein typischer Milleniumsroman. Trotzdem war ich überglücklich, als ich es auf einem Flohmarkt wiederentdeckte, da ich das Thema mehr oder weniger zeitlos finde (zumindest solange die katholische Kirche an ihren Dogmen weiterhin so hartnäckig festhält).

Kleier spielt meiner Meinung nach sehr gekonnt mit der Idee, was sein könnte, wenn Jesus heute wieder auf unserem Planeten existieren würde (und noch dazu in Form einer Frau!). Wie die Menschheit mit ihr umgeht, ist aber alles andere als positiv. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass da einiges vorkam, wo ich mir dachte, ja, genau so würde es ablaufen ...



Autor: Thomas Finn
Titel: Der Funke des Chronos

Klappentext:
Den Zeitreisenden Tobias verschlägt es aus dem 21. Jahrhundert ins Jahr 1842. Im alten Hamburg kommt er einer teuflischen Verschwörung auf die Spur. Ein unheimlicher Serienkiller schleicht durch die dunklen Gassen der Hafenstadt. 

Freimaurer, Alchimisten und Erfinder knüpfen ein bedrohliches Netz um den jungen Mann aus der Zukunft. Tobias’ Suche nach seiner verlorenen Zeitmaschine wird zu einer Achterbahnfahrt voll tödlicher Überraschungen – bis sich mit einem gewaltigen Feuer die Pforten der Hölle öffnen. Wird Tobias den Verlauf der Geschichte ändern können?

Dieses Buch habe ich eigentlich zuerst als Hörbuch gehört, war aber dann so begeistert, dass ich es mir noch einmal als Print-Ausgabe bestellt habe, um es ins Regal zu stellen :).

Das Buch ist ein Mix aus SF und Thriller: Wenn man sich für das Thema Zeitreisen und den Roman "Die Zeitmaschine" von H.G. Wells begeistern kann, kann ich dieses Buch nur empfehlen! Und bereits nach den ersten zwanzig, dreißig Seiten zieht der Autor das Tempo ganz schön an, dass man fast nicht anders kann, als Tobias auf der Jagd nach dem Serienkiller zu begleiten ...

21. Juni 2017

Vom SuB befreit: Lord Gordon

Heute möchte ich bei "Vom SuB befreit" einmal ein Kinderbuch vorstellen, das aber auch bestimmt auch für den einen oder anderen Erwachsenen geeignet sein dürfte.


Normalerweise interessiere ich mich ja nicht so sehr für Kinderbücher, aber gelegentlich verirrt sich doch das eine oder andere zu mir :).

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

"Lord Gordon - Ein Mops in königlicher Mission" von Alexandra Fischer-Hunold erschien eigentlich schon 2016, wurde aber jetzt 2017 auf der Criminale mit dem Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi ausgezeichnet.

Klappentext:
Hundefutter, Hundehütte, Katzen jagen? Von wegen! Als Lieblingshund von Queen Victoria lebt Lord Gordon im Buckingham Palace und schläft auf seidenen Kissen. Bis eines Tages sein Freund, der Küchenjunge Colin, des Diebstahls beschuldigt wird und aus dem Palast flieht. 

Lord Gordon ist überzeugt, dass er diesen Fall bis zum zweiten Frühstück gelöst haben wird. Doch die Spur führt in die dunklen Gassen Londons ...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Ich war sofort begeistert, als die Autorin ihr Buch auf der Criminale bei einer kurzen Lesung vorgestellt hat. Einige Zeit später lieh ich es mir bei uns aus der Stadtbücherei aus :).

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Da die Leihfrist bekanntlich ja nicht unendlich ist, habe ich nur die angefangenen Bücher beendet und mir dann die knapp 260 Seiten an einem Sonntag Vormittag gegönnt.

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Die Geschichte ist eine Mischung aus Kinderkrimi, historischem Roman und Tierabenteuer. Lord Gordon, der Held des Romans, ist zu Anfang ein etwas hochnäsiger Mops, der sich selbst für etwas besseres hält. Trotzdem hat er sein Herz am rechten Fleck. Er zögert nämlich nicht, sich auf die Suche nach seinem Freund Colin zu begeben, als diesem vorgeworfen wird, den silbernen Teelöffel von Königin Victoria gestohlen zu haben (ein Lieblingsstück der Königin).

Da das Buch für Leser ab acht Jahren empfohlen wird, ist der Schreibstil eher einfach. Trotzdem ist man gleich in der Geschichte zuhause: Der Autorin gelingt es auch mit wenigen Worten sehr schnell, Sympathien für den kleinen Mops zu wecken. Als er das erste Mal den Palast verlässt, tut sich damit auch dem Leser ein Bild der Zeit auf, in der der Hund lebt.

Die liebevollen Zeichnungen und Illustrationen von Iacopo Bruno (siehe rechts) tragen das Ihre dazu, Groß und Klein für die Helden auf vier Beinen einzunehmen.

Einzig und allein der Schluss kam für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell, aber das das trübte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck nicht wirklich ...

Es hat mir wirklich viel Spaß bereitet, Lord Gordon auf seinem Abenteuer zu begleiten - und es wäre schön, wenn es eines Tages eine Fortsetzung gäbe!

14. Juni 2017

SuBventur / 14.06.2017

Ausnahmsweise kommt meine SuBventur dieses Mal einen Tag früher als sonst. Aber anders schaffe ich es zeitlich im Juni einfach nicht ... Worum es bei der SuBventur genau geht, könnt ihr bei Janna und Kerstin auf KeJas-BlogBuch nachlesen.


Da es bis Mitte Mai so gut gelaufen ist, habe ich mir jetzt einmal erlaubt, wieder etwas großzügiger in Sachen Bib-Bücher zu sein, und habe mir einiges ausgeliehen. Rezensionsexemplar hatte ich aber immerhin nur eines. So weit, so gut.

Dementsprechend habe ich dieses Mal weniger Bücher vom SuB abgebaut als letztes Mal, aber das ist in Ordnung. Das nächste Zwischenziel - unter 40 Titel kommen - habe ich trotzdem geschafft.

SuBventur Stand 14.06.2017

Insgesamt: 38 (3 weniger seit dem Vormonat)



SuH / Stapel ungehörter Hörbücher

1. bis 12. George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 9 - 20 (in der Audible Ausgabe)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

13. Martina Richter - Mopsnacht
14. E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel
15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Mechtild Borrmann - Trümmerkind



SuB / Stapel ungelesener Bücher

17. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
18. Sarah J. Maas - Empire of Storms
19. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
20. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
21. Sebastian Fitzek - Das Paket
22. Sebastian Fitzek - Passagier 23
23. Dan Wells - Tötet uns alle
24. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
25. Nicholas Meyer - Sherlock Holmes und das Phantom der Oper
26. Edith Kneifl - Die Tote von Schönbrunn
27. Edith Kneifl - Totentanz im Stephansdom
28. Melanie Lahmer - Knochenfinder
29. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
30. Michelle Birkby - The House at Baker Street
31. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
32. Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht
33. Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt
34. Deborah Harkness - Das Buch der Nacht
35. Beate Maly - Tod am Semmering (NEU)



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

36. bis 38. Perry Rhodan Miniserie Terminus 1 - 3 (NEU)



Abgänge

Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 5
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 6
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 7

Vom SuB: Kendare Blake - Der schwarze Thron "Die Schwestern" (Rezension hier)
Vom SuB: Alexandra Fischer-Hunold - Lord Gordon
Vom SuB: Michelle Rowen - Level 6 "Unsterbliche Liebe"
Vom SuB: Ursula Poznanski - Schatten
Vom SuB: Andreas Gruber - Schwarze Dame
Vom SuB: Alex Gino - George
Vom SuB: Stefan Slupetzky - Polivka hat einen Traum (abgebrochen)
Vom SuB: Andreas Gruber - Die Engelsmühle



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes: The definitive Collection read by Stephen Fry
Vom SuH: George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer 8

Vom SuB: Margaret Atwood - Der Report der Magd



Fazit / Erkenntnis

Nachdem ich jetzt einiges ausgeliehen habe und außerdem doch ein paar Neuzugänge zu verzeichnen habe, habe ich nicht erwartet, den Erfolg aus den letzten vier Wochen zu wiederholen. Natürlich hätte ich nicht in die Bücherei gehen müssen, aber ich hatte nicht so wirklich Lust auf das, was derzeit im Regal auf mich wartet - dort haben sich eindeutig zu viele Krimis angesammelt. Und bei aller Liebe zu Mord und Totschlag: Ein bisschen Abwechslung muss dazwischen einfach sein.

Ein positives Ereignis habe ich für mich aber auf jeden Fall zu verbuchen: Ich habe endlich angefangen, "Das Lied von Eis und Feuer" nach etwa acht Monaten Pause weiterzuhören. Aus dem einfachen Grund, weil ich grad wieder so richtig Lust aufs Hören habe, das nächste Guthaben von Audible aber erst Ende des Monats bekomme. Jetzt suchte ich regelrecht die Geschichte weiter ... Und bin schon gespannt, wann die ersten Abweichungen zur Serie kommen.

Nachdem ich mich jetzt dem Ende des zweiten englischen Buches nähere, kann ich auf jeden Fall auch schon sagen, dass mir die Bücher noch besser gefallen als die Serie. Für viele Details ist in der Serie einfach kein Platz, ich habe es gemerkt, als ich mir die ersten Folgen der ersten Staffel zum Vergleichen nochmal angesehen habe ... Trotzdem bin ich neugierig, was sich die Serienmacher für die siebte Staffel haben einfallen lassen, wenn wir schon nicht erfahren, wie es in den Büchern endet, können wir uns wenigstens im TV dem Ende nähern :).

10. Juni 2017

Juni ... Pause?

Keine Angst, der Titel bedeutet nicht, dass es komplett ruhig wird, aber ich werde aus verschiedenen Gründen in den nächsten drei Wochen hier etwas kürzer treten. Für euch heißt das, dass pro Woche nur noch ein Beitrag erscheinen wird statt wie bisher zwei.


Die SuBventur wird aus diesem Grund ausnahmsweise einen Tag früher - am 14. Juni - erscheinen und nicht wie gewohnt zur Monatsmitte. Ich schaffe es anders einfach nicht, die Alternative wäre nur, die SuBventur komplett ausfallen zu lassen und das wollte ich nicht :).

Aus diesem Grund muss leider auch einer der beiden geplanten Beiträge zu einer Blogparade entfallen, den ich ursprünglich in dieser Zeit eigentlich online stellen wollte. Tja, nicht immer geht es so, wie man es gern hätte ...

Wie es dieses Jahr im Sommer weitergeht, kann ich im Moment noch nicht einschätzen, aber mal sehen. Voriges Jahr habe ich ja während der Sommermonate bewusst weniger gebloggt, um die warme Jahreszeit so richtig genießen zu können. Lassen wir uns einfach überraschen ;).